Fragen zum Thema Ei

Wie erkenne ich, wie alt ein Ei ist?

Die Luftblase am stumpfen Ende des Eis wird mit zunehmendem Alter immer größer, weil durch die Poren der Eierschale hindurch Wasser und gelöstes Kohlendioxid austreten und im Gegenzug Luft eintritt. Je größer die Luftblase, desto größer der Auftrieb im Wasser; also legt man das Ei in Wasser und beobachtet, wie es sich verhält: ein frisches Ei bleibt auf dem Grund liegen, ein etwas älteres Ei richtet sich auf dem Grund stehend auf und ein ganz altes Ei treibt an der Wasseroberfläche.

Bei einem aufgeschlagenen Ei erkenne ich das Alter an der Wölbung des Eidotters und an der Konsistenz des Eiklars: das Dotter ist hochgewölbt und von einem festen Eiweißring umgeben. Wenn das Eigelb flach ist und das Eiweiß wässrig auseinander läuft, sollte man das Ei durcherhitzen, weil es nicht mehr ganz frisch ist.

Soll ich ein gekochtes Ei abschrecken, und wenn ja, warum?

Manche Menschen gehen davon aus, dass man abgeschreckte Eier leichter abpellen kann. Das ist leider ein Irrtum. Ob ein Ei sich leicht oder nur schwer abpellen lässt, hängt nur von dem Alter ab: ein ganz frisches Ei lässt sich nur schwer von der Schale befreien, ein älteres Ei hingegen leichter. Der Grund dafür hängt wieder mit dem Wasser/Kohlendioxid-Luft-Austausch zusammen: das Ei ist unter der Schale von zwei fest aneinander liegenden Häutchen umgeben, die sich, je mehr der Austausch zwischen austretendem Wasser/Kohlendioxid und eintretender Luft durch diese Häutchen und durch die Poren der Schale hindurch voranschreitet, immer leichter voneinander lösen lassen.

Das Abschrecken macht dennoch Sinn: wenn ich weiß, dass mein Frühstücksei z.B. nach 5 Minuten Kochzeit genau richtig, also nicht zu hart und nicht zu weich, ist, sollte ich es nach dem Kochen kalt abschrecken, um den Garungsvorgang zu unterbrechen, denn sonst härtet das kochendheiße Ei noch weiter nach.

Wie soll ich ein Ei lagern, mit der spitzen oder mit der stumpfen Seite nach oben?

Das Ei sollte immer mit der Spitze nach unten gelagert werden, damit sich die am stumpfen Ende befindliche Luftblase nicht verschiebt. Die Eiersortiermaschinen sind derart konstruiert, dass sie die Eier immer mit der Spitze voran in die Eierhöcker gleiten lassen. Man kann ein Ei auch leichter aus der Schachtel entnehmen, wenn das „dicke Ende“ oben ist.

Wo soll ich ein Ei lagern, im Kühlschrank oder im Vorratsraum?

Die Eier sollen gern kühl und dunkel gelagert werden, es muss aber nicht unbedingt der Kühlschrank sein. Ganz wichtig ist, dass man keine leicht verderblichen und stark riechenden Lebensmittel in direkter Nähe der Eier lagert, weil durch die rund 10.000 Poren in der Eierschale sehr leicht Keime und Gerüche in das Ei eindringen können.

Wie erkenne ich, ob ein Huhn braune oder weiße Eier legt?

Bei reinrassigen Hühnern kann man die Farbe der zu erwartenden Eier an der Farbe der Ohrscheiben erkennen: hat ein Huhn weiße Ohrscheiben („Ohrläppchen“), wird es weiße Eier legen; eine Henne mit roten Ohrscheiben legt braun getönte Eier.

Wie lange ist ein Ei haltbar?

Bei sachgemäßer Lagerung ist ein Ei mindestens 28 Tage nach dem Legen haltbar, aber auch ohne Bedenken noch einige Zeit länger. Dieses Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ist das einzige Datum, das auf der Eierverpackung angegeben sein muss. Es gibt weitere einzuhaltende Fristen, die man ausgehend vom Legedatum errechnen kann:
Im Handel ist ab dem 18. Tag eine Kühlung von +5° C bis +8°C erforderlich (MHD minus 10 Tage); weiterhin darf der Handel ein Ei nur bis zu dem 21. Tag nach dem Legen an den Verbraucher abgeben (MHD minus 7 Tage).

Welche Angaben finden sich außer dem MHD auf der Eierverpackung?
  • Haltungsform: Bio-, Freiland-, Boden- oder Kleingruppenhaltung
  • bei Biohaltung: das Bio-Siegel (grünes Blatt) und die Angabe der Kontrollstellen-Nummer
  • Güteklasse A (Eier der Güteklasse B dürfen nicht im Handel verkauft werden)
  • Anzahl der verpackten Eier
  • Name oder Firma und Anschrift des Herstellers, des Verpackers oder eines in einem EU-Staat niedergelassenen Verkäufers
  • Packstellen-Nummer (PN), das ist die Registriernummer des verpackenden Betriebes
  • Verbraucherhinweis: „Eier nach Kauf bei Kühlschranktemperatur aufbewahren und nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums durcherhitzen“
  • Gewichtsklasse: XL: sehr groß (73 g) / L: groß (63 g bis unter 73 g) / M: mittel (53 g bis unter 63 g) / S: klein (unter 53 g)
Warum ist die Dotterfarbe bei Bio-Eiern heller als bei Eiern aus konventioneller Haltung?

Die Färbung des Eidotters hängt von der Futterzusammensetzung ab. Mais, Gras, Erbsen und Grünmehl enthalten gelb färbende Pigmente; wenn das Eigelb (dem Wunsch der meisten Kunden entsprechend) eine besonders kräftige Farbe haben soll, müssen dem Futter noch weitere natürliche und naturidentische Farbstoffe zugesetzt werden. Derartige Zusätze sind in der Bio-Legehennenhaltung jedoch nicht erlaubt, so dass das Bio-Ei in der Regel ein blasseres Eidotter aufweist als das konventionell erzeugte Ei.

Ist der Geschmack der Eier von der Haltungsform oder der Schalenfarbe abhängig?

Der Geschmack der Eier wird durch die Futterzusammensetzung bestimmt sowie durch die Lagerung ab dem Legetag bis zum Verzehr. Bei identischer Lagerung und identischem Futter schmecken Eier aus Bodenhaltung genau so wie Eier aus Freilandhaltung und weiße Eier genau so wie braune Eier. Allerdings ist der Geschmack der Bio-Eier etwas anders, da das Futter für die Bio-Legehennen zu mindestens 95% biologisch erzeugt sein muss und keinerlei Zusätze (wie z.B. Farbstoffe, siehe oben) enthalten darf.

Steigt durch den Eierverzehr mein Cholesterinspiegel?

Diese Befürchtung ist unbegründet. Bei einem gesunden Menschen hat die Menge des über die Eier aufgenommenen Cholesterins nur einen sehr geringen Einfluss auf den Cholesterinspiegel. Viel entscheidender sind daran andere Faktoren beteiligt: Bewegungsmangel, erhöhter Genussmittelkonsum, stressige Lebensweise und schließlich Nahrungsmittel wie fettes Fleisch und Wurst, Sahne, Mayonnaise, Pommes Frites, Chips, Schokolade.

Sind Eier für eine gesunde Ernährung sinnvoll?

Das Ei ist die Keimzelle des Lebens und enthält alle wichtigen Nähr- und Mineralstoffe, um in 21 Tagen ein gesundes Hühnerküken heranwachsen zu lassen. In dieser für die menschliche Ernährung wertvollen „Nährstoffbombe“ finden sich folgende Bestandteile:

  • Eiweiß als der wichtigste Baustoff unseres Körpers
  • Mineralstoffe: Calcium, Phosphor, Magnesium, Kalium, Natrium, Aluminium, Eisen, Kupfer, Mangan, Zink und Fluor
  • Vitamine: Vitamin A und B, Beta-Karotin, D, E und K; Folsäure fördert Wachstum und Neubildung der Zellen
  • Cholesterin und Fettsäuren: wichtig für Hormonbildung und Verdauung
  • Lecithin: essentielle Fettsubstanz, lebenswichtiger Bestandteil von Zellwänden, Leber, Gehirn und zentralem Nervensystem
Welchen Nährwert haben Eier?

Ein durchschnittlich großes Ei der Größe M (58g) hat bei einem Ei-Inhalt von 52g diese Nährwerte:

  • Brennwert 80,6 kcal /337,3 kJ
  • Eiweiß 6,8g
  • Kohlenhydrate 0,3g
  • Zucker 0,18g
  • Fett 5,8g
  • Gesättigte Fettsäuren 1,72g
  • Ballaststoffe weniger als 0,26g
  • Natrium 66 mg

Die tatsächlichen Nährstoffgehalte können in Abhängigkeit von Jahreszeit, Fütterung und Alter der Hennen abweichen.
(zitiert nach www.was-steht-auf-dem-ei.de)

Wie schütze ich mich vor Salmonellen?

Salmonellen kommen bei Eiern nur extrem selten vor. Es handelt sich dabei um Bakterien, die gelegentlich über Nahrungsmittel übertragen werden und bei immunschwachen Menschen Darmerkrankungen hervorrufen können.

Falsche Lagerung der Eier bei zu hohen oder stark schwankenden Temperaturen sowie Hygienemängel in der Küche und bei der Handhabung roher Eier können eine Vermehrung der Salmonellen begünstigen. Wichtig ist, das Tropfwasser von aufgetautem Fleisch nicht mit den Arbeitsutensilien oder der Arbeitsfläche in Kontakt kommen zu lassen, Spültücher sehr häufig zu wechseln und auf eine sorgfältige Handhygiene zu achten. 

Was war denn nun zuerst da: das Huhn oder das Ei????

Wenn man an die wörtliche Deutung der Schöpfungsgeschichte glaubt, war das Huhn zuerst da: Gott schuf alle Tiere (als Tier und nicht etwa als Ei), und das Huhn begann nach seiner Erschaffung Eier zu legen.

Wenn man an die Evolutionstheorie glaubt, dann war zuerst das Ei da: in der Evolutionsreihe der Vögel ist irgendwann von einem „Noch-nicht-Huhn“ ein Ei mit einer durch einen Mutationssprung veränderten DNA gelegt worden, aus dem dann das „Ur-Huhn“ geschlüpft ist, das sich durch Fortpflanzung und weitere Veränderungen und Anpassungen der DNA im Laufe der Zeit zu unserem Haushuhn entwickelt hat.
(sinngemäß zitiert nach HowStuffWorks.de und FoATeam auf der Internetseite www.fragenohneantwort.de)