Ein Hühnerleben

Brüterei:
Schlupf nach 21 Tagen Brutzeit in Brutschränken.

Aufzucht:
etwa 18 Wochen im Aufzuchtbetrieb

Einstallung bei uns im frisch gereinigten Stall:
Anlieferung per LKW, 10 Tiere pro Box; vorsichtige Entnahme aus den Transportkörben durch unsere Mitarbeiter.

Etwa ein Jahr leben sie auf unserem Betrieb:
In dieser Zeit legt jedes Huhn je nach Haltungsform etwa 250 bis 300 Eier, trinkt knapp 75 Liter Wasser und frisst gut 45 kg Futter. Die Tiere werden von unseren Mitarbeitern und vom Betriebsleiter selbst betreut. Dazu gehören mehrmals täglich Kontrollen der Tierzufriedenheit und der Versorgungseinrichtungen sowie das Aufsammeln von verlegten Eiern, die nicht ins Nest sondern auf den Stallboden gelegt wurden.

Ausstallung:
Bei minimaler Beleuchtung, die der Beruhigung der Tiere dient, werden die Hennen von den Mitarbeitern per Hand in die Transportboxen gesetzt, wieder 10 Tiere pro Box. Die Boxen werden auf einen LKW verladen und zur Geflügelschlachterei transportiert. Der Stall wird anschließend gereinigt und für die nächste „Hühnerfamilie“ vorbereitet.

Ein Tag im Leben eines Huhns

Früh am Morgen geht im Stall allmählich das Licht an (über einen Dimmerschalter geregelt). Die Tiere verlassen die Schlafplätze und können sich im gesamten Stallgebäude frei bewegen, fressen, trinken, scharren und sich nach Belieben zur Eiablage in eines der Gruppennester zurückziehen.

Bis 10:00 Uhr haben fast alle Hühner ihr Ei des Tages abgelegt. Die abgedunkelten Familiennester haben einen gepolsterten, leicht abfallenden Nestboden und an der tiefsten Stelle einen Schlitz, durch den die Eier auf das Eiersammelband rollen. Einmal am Tag befördert dieses Sammelband alle gelegten Eier über eine Transportbahn direkt auf die Sortiermaschine.

Die Hühner in Freiland- und Biohaltung dürfen jetzt ins Freigelände – die Luken werden geöffnet und viele (aber selten alle) Tiere strömen auf die Wiese, wo sie sich den ganzen Tag bis zum Sonnenuntergang aufhalten können. Sie bevorzugen dabei den Bereich nah am sicheren Stall. Auf der Auslauffläche sind einige Schutzdächer verteilt, unter denen die Hennen die Greifvögel-Angriffen Zuflucht finden können. Gelegentliche Staubbäder dienen der Gefiederpflege; vorzugsweise in den Mittagsstunden genießen es die Hühner, sich in den weichen, trockenen Sand zu wühlen. Diese Ruhephasen wechseln sich mit Erkundungsgängen ab, bei denen die Hühner picken, scharren, Gras und andere Pflanzenteile abzupfen und mit Glück auch mal einen Wurm finden.

Zur Wasser- und Futteraufnahme suchen die Hennen immer zwischendurch das Stallinnere auf. In der Abenddämmerung gehen die Hühner zurück in den Stall.
Wenn alle Tiere Gebäude sind, werden die Außenluken geschlossen und das Licht im Stall heruntergedimmt. In dieser Phase der abnehmenden Helligkeit suchen die Tiere ihre Schlafplätze auf den Sitzstangen auf.

Die Hühner in Bodenhaltung bleiben rund um die Uhr im Stall und können sich weiterhin auf den verschiedenen Einrichtungsebenen oder auf dem mit Stroh oder Holzspänen eingestreuten Stallboden frei bewegen.

Auch für sie wird in den Abendstunden durch langsames Herunterdimmen des Lichtes eine Dämmerung simuliert, damit die Tiere sich für die Nachtruhe auf den Sitzstangen niederlassen.